Unser Woid

Der Bayerische Wald

Wälder, so weit der Blick reicht. Bewaldete Höhenzüge, klare Bäche und mittendrin Höfe, auf denen der Woid seit Generationen zum Leben gehört. Beim Bauernhofurlaub im Bayerischen Wald ist der Wald nicht nur Kulisse, sondern Heimat, Lebensraum und Teil des Urlaubserlebnisses:

Wo der Woid grenzenlos scheint

Auf rund 6.000 Quadratkilometern erstreckt sich die größte Waldlandschaft Mitteleuropas – zwischen Donau, Böhmerwald und der österreichischen Landesgrenze. Wälder ziehen sich über Höhenzüge und Täler und verleihen der Region ihren unverwechselbaren Charakter.

Mittendrin liegt der Nationalpark Bayerischer Wald. Er wurde 1970 gegründet und ist Deutschlands ältester Nationalpark. Rund 250 Quadratkilometer groß, schützt er einen besonderen Teil dieser weitläufigen Waldregion. Gemeinsam mit dem angrenzenden Nationalpark Šumava in Tschechien bildet er das größte zusammenhängende Waldschutzgebiet Mitteleuropas.

Unter dem Leitgedanken „Natur Natur sein lassen“ darf sich der Wald hier weitgehend nach seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickeln. Und mittendrin: einzelne Urwaldrelikte mit mächtigen, teils jahrhundertealten Bäumen. Bäume wachsen, altern und vergehen, neues Leben entsteht – und zahlreiche Tier-, Pflanzen- und Pilzarten finden ihren Lebensraum. Hier lässt sich erleben, wie aus Wald wieder Waldwildnis wird.

Unsere Ferienhöfe im Bayerischen Wald

Im Woid dahoam – seit Generationen verbunden

Für die Menschen im Bayerischen Wald ist der Woid seit Jahrhunderten mehr als die Landschaft vor der Haustür. „Im Woid dahoam“ beschreibt diese besondere Verbundenheit ziemlich treffend: Der Wald ist Lebensraum, Arbeitsplatz und für viele Familien Teil ihrer Lebensgrundlage. Auf den Bauernhöfen gehören Landwirtschaft und Wald eng zusammen. Neben Wiesen und Feldern bewirtschaften viele Familien auch eigene Waldflächen. Holz wurde zum Bauen und Heizen gebraucht und war eine wichtige Grundlage für traditionelle Handwerke wie die Glasherstellung.

Während sich die Wälder im Nationalpark weitgehend nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickeln dürfen, wird im Naturpark gepflegt, bewirtschaftet und für kommende Generationen weitergedacht.

Der Wald war dabei nie nur Rohstofflieferant. Wer mit ihm arbeitet, denkt in langen Zeiträumen: Ein Baum, der heute gepflanzt wird, wird oft erst von der nächsten oder übernächsten Generation genutzt. Den Wald zu bewirtschaften bedeutet deshalb auch, Verantwortung für das zu übernehmen, was späteren Generationen erhalten bleibt.

Diese Verbundenheit ist auf vielen Höfen bis heute spürbar. Beim Urlaub auf dem Bauernhof im Bayerischen Wald kommen Gäste mit den Menschen und der Landwirtschaft der Region ganz unmittelbar in Berührung. Gastgeber erzählen von ihrer täglichen Arbeit, regionale Produkte kommen auf den Tisch und heimische Materialien und Handwerksbetriebe gehören vielerorts selbstverständlich dazu. So ist der Woid nicht nur rund um die Höfe zu sehen – er gehört zum Leben auf ihnen.

Den Bayerischen Wald erleben

Wer Urlaub auf einem Ferienhof im Bayerischen Wald macht, erlebt den Woid mit allen Sinnen. Morgens liegt Nebel über den Wiesen, aus den Wäldern ist das Rauschen der Bäume zu hören und hinter den Höfen ziehen sich bewaldete Höhenzüge bis zum Horizont. Klare Bäche, Waldwege und Wanderpfade laden dazu ein, direkt hinauszugehen und die Natur des Bayerischen Waldes zu entdecken.

Dabei zeigt sich der Woid zu jeder Jahreszeit anders: Im Frühling leuchtet das erste frische Grün zwischen Wiesen und Bäumen. Im Sommer führen Wege durch schattige Wälder, wo Sonnenstrahlen durch die Baumkronen fallen und die Luft angenehm kühl bleibt. Im Herbst verwandeln sich ganze Waldhänge in kräftige Farben. Im Winter wird es still, wenn Schnee auf Ästen und Waldwegen liegt.

Im Woid darf auch das Tempo langsamer werden. Es bleibt Zeit zum Wandern, Schauen und Hören, für einen Abstecher an den Bach oder einfach für eine Pause draußen vor dem Hof. Und nach einem Tag im Woid geht es zurück auf den Bauernhof – dorthin, wo man nicht nur Urlaub macht, sondern ein Stück vom Leben in dieser besonderen Waldregion mitbekommt.

Mehr vom Woid entdecken

Wer im Bayerischen Wald unterwegs ist, entdeckt zwischen den bewaldeten Höhenzügen immer wieder neue Seiten der Region. Mehr als 130 Gipfel über 1.000 Meter ragen aus der Waldlandschaft. Der Große Arber ist mit 1.456 Metern der höchste Berg des Bayerischen Waldes, der Große Rachel mit 1.453 Metern der höchste Berg im Nationalpark. Wanderwege führen hinauf und eröffnen weite Blicke über das Waldmeer.

Auch die Glasherstellung erzählt ein Stück Geschichte des Woids. Der Holzreichtum lieferte über Jahrhunderte Energie für die Glasöfen, während Quarz als wichtiger Rohstoff in der Region vorhanden war. Glashütten, Museen und die Glasstraße machen diese Tradition bis heute erlebbar.

Hinter dem Woid stecken noch viele weitere Geschichten: über seine Tiere und Pflanzen, die Arbeit im Wald, besondere Wanderwege, Brauchtum und Kultur. Viele davon erzählen wir auf unseren Themenseiten weiter.

Und manches versteht man am besten, wenn man selbst hier ist. Wer ein paar Tage zwischen Hofleben, Wiesen und Wäldern verbringt, versteht vielleicht selbst ein bisschen besser, was die Menschen hier meinen, wenn sie sagen: „Im Woid dahoam.“

Häufige Fragen zum Bayerischen Wald